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Ausgangssituation

Unternehmen verwenden heute im strategischen Management meistens Zielgrößen wie 'Return On Capital Employed', 'Economic Value Added' und 'Shareholder Value' ([Hor98] S.39). Diese Zielgrößen verfolgen alle ein rein monetäres Ziel. Sie spiegeln dabei mit einer gewissen Zeitverzögerung den Erfolg von Handlungen in der Vergangenheit wieder. Trotz dieser Rückwärtsorientierung stellen sie meist das hauptsächliche Bewertungskriterium für zukünftige Aktivitäten dar.
Auch die meisten Anreizsysteme für Manager basieren auf rein finanziellen Größen. Dies zeigt sich zum Beispiel auch in den innerbetrieblichen Methoden zur Investitionsrechnung. Es wird im allgemeinen von einer Auszahlung ausgegangen, die als Konsequenz eine bestimmte Abfolge von Einzahlungen nach sich zieht (siehe Abbildung 1).
Greift das Management auch einmal eine nicht monetäre Zielgröße wie zum Beispiel Qualität auf, so besteht die Gefahr, daß dieses neu gesteckte Ziel bis zu seiner Erreichung mit sehr starkem Mitteleinsatz verfolgt wird, danach aber von noch neueren Zielen wieder verdrängt wird ([Gul97] S. 300). Früher etablierte Prozesse zur Erreichung des ersten Zieles können hierbei subjektiv sogar als für das neue Ziel hinderlich und lästig empfunden werden.


Die 'Balanced Scorecard' versucht nun diese nachteiligen Aspekte zu verbessern. Sie bietet die Möglichkeit mehrere Zielsetzungen gleichzeitig und ausgewogen in ein Managementsystem zu integrieren. Hierbei finden auch nicht monetäre Aspekte starke Berücksichtigung, ohne daß diese jedoch dem finanziellen Endziel an Stellenwert streitig machen würden.

  
Abbildung 1: Zahlungsreihe zur Berechnung des Barwertes
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\psfig{file=investition.eps,width=\textwidth}\end{center}\end{figure}


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Tobias Frech
1998-11-17