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Lern- und Entwicklungsperspektive

Die letzte der vier vorgeschlagenen Perspektiven beschäftigt sich mit der Leitfrage: ''Kann das Unternehmen durch Lernen und Innovation Wachstum und zukünftige ökonomische Werte schaffen ? '' ([Mic97] S. 275).
Die Organisation soll fähig sein, zu lernen und zu wachsen. Zum Erreichen dieser Zielsetzung und den Zielen aus den anderen Perspektiven bildet die Lern- und Entwicklungsperspektive die Grundlage und sollte die dazu nötige Infrastruktur schaffen.
Von Mitarbeitern wird durch die fortschreitende Automatisierung heute immer weniger die Erledigung von Routineaufgaben erwartet, sondern mehr ein bereichsübergreifendes Arbeiten. Sie sollen ihre Arbeit auf strategische Ziele ausrichten, Ideen zur Verbesserung von Prozessen entwickeln und sensibilisiert genug sein, um Kundenbedürfnisse schon frühzeitig erkennen zu können. Dies zeigt die Notwendigkeit von Weiterbildung, Empowerment [Arg98] und Motivation von Mitarbeitern. Neben der Zielsetzung 'innovative Produkte', die zu einer Kennzahl 'Umsatzanteil neuer Produkte' führen kann, sind also noch die Bereiche 'Personalpotentiale', 'technologische Infrastruktur' und 'Arbeitsklima' in dieser Perspektive zu beachten. Hieraus resultierende typische, zukunftsorientierte Kennzahlen sind 'Mitarbeiterzufriedenheit', 'Personaltreue', 'Anzahl der Verbesserungsvorschläge zu Prozessen' und 'Anteil an strategisch verfügbarer Information'.



Tobias Frech
1998-11-17